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Northland
Tai Tokerau

Northland, wie der Name schon sagt ganz im Norden Neuseelands gelegen und da Neuseeland sich auf der Südhalbkugel der Erde befindet ist dieses die wärmste Gegend des Landes. Ein subtropisches Gebiet mit schönen Stränden und beeindruckenden Wäldern erwartet Sie.

Eingebettet zwischen Tasmansee und dem Pazifischen Ozean liegt der lange, schmale Streifen des Northlands. Geprägt ist dieses Gebiet von seinen Küsten und dem Kontrast zwischen der relativ mondänen Ost Küste und der Einfachheit der West Küste.

Es gibt viel zu erleben. Whangarei und Opua sind beliebte Häfen sowohl für internationale wie auch für neuseeländische Yachten. Ein Bummel durch den Hafen kann sehr interessant sein. Neuseeländer sind u.a. begeisterte Angler, beliebte Ziele dafür sind Tutukaka und Russel. Nicht nur der Ninety Mile Beach an der Nordspitze scheint endlos zu sein, das Gleiche gilt für die Strände in der Doubtless Bay.

Das gesamte Northland ist ein guter Ort um richtig zu relaxen, die Seele baumeln zu lassen oder sich in einer der exklusiven Lodges verwöhnen zu lassen. Aber auch viele Abenteuer werden geboten, z.B. Schwimmen mit Delfinen oder Wracktauchen. Auch die Riesen unter den neuseeländischen Bäumen sind im Northland zu finden. Hier befindet sich unter anderem der berühmte Waipoua Kauri Wald, mit dem Gott des Waldes dem Tane Mahuta. Dieser Baum ist bereits 1250 Jahre alt, ca. 51,5m hoch und hat einen Umfang von ca. 13,8m. Weitere Wälder laden zu Spaziergängen ein.

Geburtsstätte der Nation:
 

Die frühe Geschichte des Landes fand immer im Northland statt. Die ersten Polynesier landeten im Hokianga Hafen. Russel war die erste Hauptstadt Neuseelands.
 
Der Vertrag von Waitangi war eine Vereinbarung zwischen der britischen Krone und den Maori Häuptlingen, doch wurde dieser Vertrag schon bald gebrochen, denn immer mehr weiße Siedler kamen ins Land. 1975 wurde die "Treaty of Waitangi“ in der Bay of Island unterzeichnet. Diese Vereinbarung stellt die Rechte der Maori wieder her und schützt sie.
Tane Mahuta

Am Anfang war Te Kore , das Nichts. Und aus Te Kore entsprang Te Poo , die Nacht. In dieser vollkommenen Dunkelheit lag Rangi, der Himmelsvater, in den Armen von Papa , der Mutter Erde. Ihre Kinder, die Götter, krochen umher in der Enge zwischen ihren Körpern. Sie sehnten sich nach Freiheit, dem Wind, der über Bergspitzen und Täler bläst, dem Licht, um ihnen ihre blassen Körper zu wärmen. Was können wir tun, fragten sie. Wir brauchen Platz unsere eingezwängten Glieder auszustrecken. Wir brauchen Licht. Wir brauchen Raum.
Da erhob sich Tane Mahuta, der mächtige Gott des Waldes, Vater aller Lebewesen, die Licht und Freiheit lieben. So lange ein Mann seinen Atem anhalten kann, stand Tane da, ruhig, bewegungslos, all seine Kräfte sammelnd. Er presste seine Hände gegen den Körper seiner Mutter und setzte seine Füße fest auf seinen Vater. Dann streckte er seinen Rücken und drückte gegen Rangi. Die Eltern hielten einander fest umarmt. Doch Tane mobilisierte all seine Kräfte, bis schließlich die gewaltigen Körper von Erde und Himmel getrennt waren. Rangi wurde weit hinaus geschleudert, derweil fürchterliche Winde durch den Raum zwischen Himmel und Erde pfiffen.

Aotearoa war geschaffen. Rauer und wilder als die Herkunftsinseln, mit bewegter See, schroffen Klippen, wechselhaftem Klima, üppiger Fauna und Flora und Vulkanen, die ausbrachen und Mutter Erde an vielen Stellen kochen und brodeln ließ. Die See verlor ihre Bedeutung als beinahe einzigem Nahrungsspender, und somit auch Tangaroa, der Meeresgott. Auf dem Festland ließen sich Pflanzen kultivieren und in den Wäldern bot der drei Meter große, flügellahme Moa leichte Beute. Tane Mahuta, einst nur Gott des Waldes, wurde zum Lebensspender schlechthin.
 
Tane und seine Brüder blickten auf die sanften Rundungen ihrer Mutter. Das Licht kroch langsam über das Land und ein silberner Nebelschleier legte sich über deren Schulter. Nebel der Trauer, über den Verlust ihres Mannes, die sich in Tränenbächen aus Rangis Augen ergossen.
Zwar hatte er sie gewaltsam getrennt, - doch Tane liebte seine Eltern. Er kleidete seine Mutter in ein Gewand von solcher Schönheit, wie es bisher in dieser dunklen Welt noch nicht einmal erträumt wurde. Zuerst brachte er seine eigenen Kinder, die Bäume, und pflanzte sie in die Erde. Aber Tane, einer der jüngsten Götter, lernte noch wie ein Kind, denn noch war die Weisheit nicht geboren. Und so pflanzte er die Bäume mit den Blättern nach unten. Diese, vom Boden begraben, reckten ihre weißen Wurzeln steif und bewegungslos in die Luft. Da blieb kein Platz für seine anderen Kinder, die Vögel und Insekten. Also, riss er einen riesigen Kaoribaum wieder aus, schüttelte die Erde von den Ästen und setze die Wurzeln fest in den Boden. Stolz sah er nun die Blätter sprießen.

 
  • Whangarei ist die größte Stadt im Northland. Wer ein paar Tage länger in der Region bleiben möchte, kann sich in der Stadt mit frischen Lebensmitteln und allem weiterem eindecken.
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