Neuseeland - Traumland für Urlaub und Reise. Egal, ob Individualreise oder Gruppenreise: Im Neuseeland Journal finden Sie die Informationen von Klima und Wetter bis hin zu Mietwagen, Hotel/Unterkunft und Camper.
Terra X Faszination Erde

Traumland zwischen den Kontinenten: Neuseeland

Die Inseln am anderen Ende der Welt bieten eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Atemberaubende und kontrastreiche Landschaften vereinen sich hier auf kleinster Fläche. Tropische Regenwälder, eisige Gletscher, wildes Fjordland und feuerspeiende Vulkane liegen so eng beieinander wie nirgendwo sonst auf unserem Planeten. Sie bergen noch viele Geheimnisse, und zeugen von einer dramatischen Vergangenheit und den unzähmbaren Gewalten aus dem Erdinneren.
Dirk Steffens berichtet von einmaligen Biotopen, die eine Fülle bizarrer Lebensformen hervorgebracht haben. Er entdeckt eine urtümliche Natur in erstaunlichen Variationen, die sich über Jahrmillionen hier entwickeln konnte - abgeschieden vom Rest der Welt. Vor etwa 85 Millionen Jahren hatte sich Neuseeland vom urzeitlichen Superkontinent Gondwana gelöst. Seither konnte sich hier, völlig isoliert, eine ganz eigene Tier- und Pflanzenwelt herausbilden.
Manche Arten, die anderswo ausgestorben sind, hatten hier eine Chance zu überleben und sich weiterzuentwickeln. Da es auf den abgelegenen Inseln keine Säugtiere gab, konnten sich in Nischen groteske Besonderheiten in der Tierwelt entwickeln. Es gibt Vögel, die auf das Fliegen verzichteten, da sie keine natürlichen Feinde zu fürchten haben. Riesenheuschrecken, die die Größe einer Maus erreichen und sich Höhlen wie "Mauselöcher" bauen.
Sensible, abgeschlossene Systeme sind jedoch auch extrem anfällig gegen Störungen von außen. Mit der Besiedlung Neuseelands durch den Menschen kamen auch Raubtiere ins Land, die hier hervorragende Bedingungen vorfanden und sich unkontrolliert vermehrten. Die Europäer brachten zudem ihr Jagdwild mit. Während Hirsche vor allem die Vegetation schädigen und so Lebensräume verändern, gibt es auch tierische Einwanderer, die die heimische Fauna direkt bedrohen: Katzen, Ratten, Marder und vor allem das australische Possum, das nicht nur endemische Pflanzen verspeist, sondern auch das reiche Angebot an Vogeleiern plündert.
Neuseeland ist Teil des sogenannten Feuerrings, einer weltumspannenden Kette aus Vulkanschloten. Die Inseln werden ständig durch die geologische Aktivität in der Tiefe verändert: Platten der Erdkruste sind miteinander verkeilt, reiben sich aneinander, formen die Landschaft über lange Zeiträume immer wieder neu.
Besonders deutlich ist dies im Norden zu spüren. Hier brodelt eine tektonische Hexenküche. Die Kräfte aus dem Inneren der Erde entladen sich dort in täglichen Erdbeben. Auch Vulkanausbrüche, deren gigantische Schlammlawinen, die Lahare, ganze Städte bedecken können, bedrohen die Existenz von Mensch und Tier. Es ist ein Leben auf einer tickenden Bombe.
Die Menschen haben gelernt, mit den Naturgewalten umzugehen und sogar ihren Nutzen daraus zu ziehen. Längst hat man in Neuseeland die Vorteile alternativer Energien, vor allem von Erdwärme und Wind, im weltweiten Kampf um Rohstoffe und bezahlbare Energie entdeckt.
Im Süden der Insel zeigt sich ein anderes geologisches Phänomen. Neuseeland liegt teilweise auf der Australischen, teilweise auf der Pazifischen Platte. Dort, wo sich der Pazifikboden über die Indisch-Australische Platte schiebt, falten sich bis heute die Southern Alps auf - ein von Nord nach Süd ziehender Gebirgszug. Dirk Steffens besteigt den Franz-Joseph Gletscher der Südalpen und macht Bekanntschaft mit einem überraschenden Phänomen: Im Gegensatz zu der Entwicklung, die sich sonst überall auf der Erde beobachten lässt, wachsen die Gletscher hier stetig. Dirk Steffens geht den Ursachen dieser erstaunlichen Entwicklung nach.
Im Süden der Insel zeigt sich ein anderes geologisches Phänomen. Neuseeland liegt teilweise auf der Australischen, teilweise auf der Pazifischen Platte. Dort, wo sich der Pazifikboden über die Indisch-Australische Platte schiebt, falten sich bis heute die Southern Alps auf - ein von Nord nach Süd ziehender Gebirgszug. Dirk Steffens besteigt den Franz-Joseph Gletscher der Südalpen und macht Bekanntschaft mit einem überraschenden Phänomen: Im Gegensatz zu der Entwicklung, die sich sonst überall auf der Erde beobachten lässt, wachsen die Gletscher hier stetig. Dirk Steffens geht den Ursachen dieser erstaunlichen Entwicklung nach.
Die besondere Lage Neuseelands macht die Inseln zu einem ungewöhnlich facettenreichen Land. Das verhältnismäßig junge Faltengebirge teilt mit seinen 27 Dreitausendern das Inselklima und schafft in enger Nachbarschaft völlig verschiedene Lebensräume. Die feuchten Winde bescheren der Insel im Westen üppigen, grünen Regenwald, östlich der Alpen findet sich jedoch trockenes Grasland.
Durch seine längliche Form, Neuseeland erstreckt sich über 1.600 Kilometer in Nord-Südrichtung, reicht das Land im Süden bis in die Zone der sogenannten "Roaring Forties" - eine Region mit den weltweit stärksten Winden. Diese Naturgewalten versuchen Menschen wie Tiere zu nutzen. Waghalsige Segler begeben sich immer wieder in Lebensgefahr, um in der stürmischen Tasmansee den Kampf mit den Wellen aufzunehmen. Und große Vögel wie der schwerfällig anmutende Albatros nutzen die Winde, um möglichst kraftsparend zu fliegen. Tagelang können sie ohne einen Flügelschlag über das Meer gleiten.
Neuseeland war eines der letzten Gebiete der Erde, die besiedelt wurden. Erst vor ungefähr 700 Jahren sind die Maori von Polynesien aus mit ihren typischen Holzbooten - den Wakas - auf der Insel gelandet. Dirk Steffens begibt sich auf die Spuren des alten Seefahrervolkes, das einst seine Heimat Polynesien auf der Suche nach einem neuen Lebensraum verließ.
Trotz gefährlicher Winde und starker Meeresströmungen konnten die Maori ihre Schiffe über große Distanzen navigieren. Die Maori bildeten nach ihrer Ankunft in dem "Land der weißen Wolke", wie sie Neuseeland nannten, zahlreiche Stämme. Von den mitgebrachten Kulturpflanzen wollte außer der Süßkartoffel nichts gedeihen. Und der Moa, ein straußähnlicher Vogel, war durch die Jagd bald ausgerottet. Geschichten und Legenden erzählen von kriegerischen Auseinandersetzungen im Kampf um die Lebensgrundlage in der neuen Welt. Noch heute zeugen manche Bräuche von den uralten Fehden.
Die Ankunft des Menschen war die einschneidenste Veränderung, die die Insel in ihrer langen Geschichte erfuhr. Mit der Einführung von Kulturpflanzen und Nutztieren begann der schonungslose Raubbau an der Natur. Als Ende des 18. Jahrhundert die Europäer das wunderbare Land zwischen den Kontinenten für sich entdeckten, veränderte Neuseeland rasant sein Gesicht.
Auch wenn Neuseeland bei uns vor allem für Schafzucht, Funsport und "Herr der Ringe-Mystik" steht: In dieser Folge entführt uns Dirk Steffens mit atemberaubenden Bildern ans Ende der Welt in ein anderes Inselreich. Er vermittelt Einblicke in eine urtümliche, teilweise auch eigenartige Natur, die sich auf überraschende Weise immer noch verändert.
Sendebeschreibung vom ZDF
 
  • An den neuseeländischen Flughäfen zahlen alle Personen über 12 Jahre eine Flughafengebühr von 20-25 NZ$. In Wellington ist für Kinder zwischen 2 und 11 Jahren eine Gebühr von 10 NZ$ zu entrichten. Diese Gebühr ist nicht im Flugticket enthalten und muss am Flughafen entweder bar oder mit Kreditkarte bezahlt werden.
    weiter …