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Steffen und die Pinguine Als Praktikant in Neuseeland
Auf ungefähr 2.300 Brutpaare wird der Bestand der in Neuseeland endemischen Gelbaugenpinguine geschätzt. Die Vogelart gilt als stark gefährdet und deren Gesamtpopulation nimmt leider stetig weiter ab. Der Biologiestudent Steffen Stökler (28 Jahre) aus Tübingen ist nach Neuseeland gefahren, um den Pinguinen zu helfen. Er will dort ein Praktikum für drei Monate absolvieren.
Nördlich der Stadt Dunedin, am so genannten Katiki Point, gibt es das einzige Hospital für kranke, verletzte oder geschwächte Pinguine in Neuseeland. Betrieben wird das Hospital und das kleine Pinguinreservat von Rosalie Goldsworthy einer ehrenamtlichen Rangerin. Kataki Point ist auch der einzige Ort, an dem eine zunehmende Zahl von Pinguin-Brutpaaren beobachtet wird, zur Zeit sind es 23 brütende Paare. Überwiegend werden zwei Junge je Paar im Jahr in dieser Kolonie großgezogen.
Am Ende des neuseeländischen Sommers im März beginnt dann die kritische Zeit für die Gelbaugenpinguine, in der viele Tiere sterben. Die Jungen verlassen ihre Nester und nicht alle haben das optimale Gewicht von sechs Kilogramm erreicht. Die Jungpinguine sind zu mager, um sich in dem kalten Meer vor der Küste ausreichend ernähren zu können.
In diesem Zeitraum gehen die Alttiere in die Mauser, sie wechseln ihr Gefieder und sie bleiben dann für drei bis vier Wochen an Land. Um ihre Jungen können sie sich nicht mehr kümmern. Andere einjährige Pinguine verlieren Federn durch Läusebefall und das bedeutet, dass die Vögel ebenfalls im Meer zu schnell unterkühlen und nicht genügend Futter jagen können.
Steffen und Rosalie durchstreifen in diesen Wochen täglich das kleine Reservat, um pflegebedürftige Pinguine aufzugreifen. Nach einer Einarbeitungszeit von zwei Wochen im Reservat ist Steffen in der Lage, einen Großteil der Aufgaben mit den Pinguinen in eigener Verantwortung zu übernehmen. Die Pinguine Bill und Stefanie haben es dem Biologiestudenten besonders angetan.
Bill war der erste Pinguin, den Steffen eigenhändig mit einem Handtuch gefangen hat. Er hat den Vogel anschließend mit Medizin und Futter versorgt und nach Wochen intensiver Pflege wieder ausgewildert. Stefanie ist, während sie im Hospital war, im Gegensatz zu Bill ein handzahmer Pinguin geworden. Kaum betritt Steffen ihr Gehege, läuft die Pinguindame um Futter bettelnd hinter ihm her. Rosalie und Steffen haben es geschafft, über 50 Pinguinen das Leben zu retten.
Sendebeschreibung vom MDR
 
  • Mehr als 60 Gletscher kennzeichnen den Westland/Tai Poutini Nationalpark. Zwei davon, der Fox und der Franz Josef Gletscher sind weltweit die einzigen Gletscher die bis zu einem Regenwald erstrecken. Die Maoris nennen die Gegend Ka Roimata o Hinehukatere, "die Tränen des Lawinenmädchens". Laut einer Maori Legende ermutigte das wunderschöne Mädchen Hinehukatere ihren Liebhaber Tawe mit ihr die Berge zu besteigen. Tawe rutsche aus und stürzte zu Tode, Hinehukateres Tränen bilden die Gletscher.

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