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Machtübernahme
Das Comeback der Politik in Neuseeland
Privatisierung ist zu einem Wort geworden, das immer mehr Menschen als bedrohlich empfinden. Die von neoliberalen Ökonomen befürwortete Übertragung staatlichen Eigentums in private Verantwortung hat nicht nur Vorteile gebracht. Der ARTE-Themenabend zeigt die Grenzen der Privatisierung.
Privatisierung gehört zu den meistdiskutierten Phänomenen unserer Zeit. Die Übertragung staatlichen Eigentums in private Hände beziehungsweise die Ausdehnung privatwirtschaftlicher Geschäftsmethoden auch auf ehemals gemeinnützige Bereiche ist ein wesentlicher Ansatzpunkt der neoliberalen Wirtschaftsdoktrin. Nach und nach wurden und werden weltweit auch viele öffentliche Dienstleistungen der sogenannten Daseinsvorsorge, also Wasser, Energie, das Gesundheitswesen und die öffentlichen Verkehrsmittel zur Privatisierung freigegeben. Dadurch sollen sie besser, effektiver und billiger für Konsumenten und Steuerzahler werden. So lautet zumindest das Versprechen neoliberaler Ökonomen und Wirtschaftsführer. Bis vor Kurzem war auch in den Medien kaum eine Gegenstimme zu dieser Meinung zu vernehmen.
Doch was passiert, wenn plötzlich Lebensnotwendiges zur Privatsache einiger Konzerne wird? Trinkwasser zum Beispiel, das Gesundheitswesen, Schulbildung oder öffentliche Verkehrsmittel? Privatisierung bedeutet nicht nur den Verkauf von staatlichen Unternehmen, sondern auch die Aufgabe von vormals öffentlichen Diensten, den leisen Rückzug der Gesellschaft aus ihrer kollektiven Verantwortung. Das Thema betrifft uns alle: Die inzwischen entschiedene (Teil-)Privatisierung der Deutschen Bahn, die bereits vollzogene Privatisierung der Stromkonzerne, zahlreicher Wasserwerke, Krankenhäuser und Sozialwohnungen oder die gescheiterte Privatisierung der Flugsicherung haben nicht nur Auswirkungen auf die heute Lebenden, sondern auch auf zukünftige Generationen.
Die Geschichte des globalen Privatisierungswahns ist kurz, und sie ist nicht unbedingt eine Erfolgsstory. ARTE zeigt in diesem Themenabend mit zwei Beiträgen die Grenzen der Privatisierung auf.
Der große Ausverkauf ist ein international viel beachteter Dokumentarfilm. Er zeigt, was Privatisierung für die Betroffenen bedeutet, und was eine Gesellschaft verliert, die Konzernen die Verantwortung für ihre Grundversorgung überträgt.
Die Dokumentation "Machtübernahme" erzählt vom sogenannten Neuseeland-Experiment und zeigt, welchen Schaden eine alles umgreifende Privatisierung angerichtet hat. Neuseeland galt lange als Versuchslabor für eine radikal marktorientierte Politik. Inzwischen werden viele Bereiche wieder verstaatlicht, die in den 90er Jahren privatisiert und heruntergewirtschaftet worden waren, zuletzt die neuseeländische Eisenbahn.
Sendebeschreibung von arte
 
 
  • Auf Grund seiner Abgeschiedenheit ist die neuseeländische Pflanzen- und Tierwelt sehr empfindlich gegenüber fremden Einflüssen, daher sind die Einfuhrbestimmungen nach Neuseeland sehr streng.

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