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Der raue Süden

Nächster Stopp Antarktis, kein Wunder, dass der Süden der Südinsel eher für wetterunempfindliche Reisende geeignet ist. Wer aber im Urlaub auch mal kühlere Tage und Regen akzeptiert wird mit großartige Natur, einsame Küstenlandschaften und herzhafte Gastfreundschaft belohnt.

Ausgangspunkt dieser Entdeckertour ist die wahrscheinlich schottischste Stadt außerhalb Schottlands, Dunedin. Nicht nur, dass die Stadtgründer es sich in den Kopf gesetzt hatten die neue Stadt exakt nach dem Stadtplan von Edingburgh zu errichten, sie haben es auch noch konsequent umgesetzt. Dabei wurde keine Rücksicht auf die Topographie der neuen Heimat genommen, sondern es wurde genau kopiert. An der Baldwin Street (gemäß Guiness Buch der Rekorde, die steilste Straße der Welt) sehen Sie zu welchen Konsequenzen die Heimattreue der Gründerväter führte. Ansonsten erinnert die vielen Pubs, Neuseelands einzige Whiskey-Brennerei und einige Dudelsackspieler an die schottischen Vorfahren.

Die Catlins gelten als einer der Geheimtipps Neuseelands. Zunächst einmal führt der Weg über den Highway 1 bis Balclutha, dort lädt das Ufer des Cluthas, Neuseelands wasserreichster Fluss, zu einem Picknick ein. Nach Balclutha zweigt die Southern Scenic Road vom Highway 1 ab. Die kurvenreiche, teilweise nicht asphaltierte Straße ermöglicht einen hervorragenden Einblick in die nahezu menschenleere und unerschlossene neuseeländische Natur.

Genauso wie Dunedin ist auch die südlichste neuseeländische Stadt, Invercargill von schottischen Einwanderern gegründet worden. Wie das gesamte Southland ist auch die Stadt von der Landwirtschaft geprägt. Der Queens Park mit seinem lieblichen Rosengarten und dem Southern Museum laden zu einem Besuch ein. Noch südlicher, in der ehemaligen Walfängerstation Bluff liegt der Hafen, von hier aus werden viele der landwirtschaftlichen Erzeugnisse in alle Welt verschickt. Nur wenige Kilometer von der Küste liegt die dritte neuseeländische Insel, Stewart Island.

Das kleine Städtchen Te Anau ist ein beliebter Ausgangspunkt zu Ausflügen oder ausgedehnten Wanderungen in den fantastischen Fiordland National Park. Von hier aus kann man entweder mit dem „eigenem“ Pkw oder mit Bus zum Milford Sound fahren. Auf dem Weg dorthin, kann man immer wieder kleine Spaziergänge im neuseeländischen Busch unternehmen. Nach wie vor ist eine Bootstour mit Übernachtung unsere bevorzugte Art den Milford Sound zu erkunden

Ist der Fiordland National Park Natur pur, so ist das nächste größere Ziel Queenstown Spaß und Abenteuer ohne Ende. Der kleine Ort wird zu Recht auch „Mekka-der-Adrenalin-Junkies“ genannt, so ziemlich jede Fun-Sportart wird angeboten. Tagsüber kann man sich beim Rafting in die Fluten, mit dem Fallschirm vom Himmel oder am Bungee-Seil in die Tiefe stürzen und in der Nacht dann in das ausschweifende Nachtleben.

Direkt nach Queenstown wird es wieder ruhiger und es zeigt sich eine andere Seite der neuseeländischen Geschichte. Im gut erhaltenen und restauriertem Arrowtown kann man sich in die Zeit des neuseeländischen Goldrausches zurückversetzen. Aber auch auf der Weiterfahrt kommt man durch ehemalige Schürfgebiete, die von vergangenen Tagen erzählen. Auch heute noch ernährt der Boden viele seiner Bewohner, allerdings in Form von Obstbäumen.

Die Küste erreicht man wieder in Oamaru von dort, geht es weiter zu den beeindruckenden Moeraki Boulders. Bei Ebbe kann man am Strand die zahlreichen großen Steinformationen betrachten. Wer lieber die neuseeländische Tierwelt beobachtet, für den ist die letzte Station dieser Entdeckerreise wahrscheinlich der Höhepunkt. Auf der Otago Peninsula lebt eine große Kolonie Königsalbatrosse. Mühelos gleiten die Tiere majestätisch durch die Luft. Im Informationszentrum bei Taiaroa Head erhält man einen ausführlichen Einblick in das Leben der Albatrosse.

Wanderfreunde bekommen unterwegs in den regionalen Visitor Centren viele Tipps und Anregungen für kurze und lange Touren. Wer schon im Vorfeld Wanderungen planen möchte, wird unter www.doc.govt.nz sicher fündig.

Reiseroute:
Von
nach
Entfernung
Balclutha
80 km
170 km
Lumsden
110 km
Lumsden
80 km
120 km
Kingston
240 km
Kingston
50 km
Cromwell
110 km
Cromwell
110 km
Taiaroa Head
150 km
Taiaroa Head
20 km
 
  • Die Stadt Kawerau wurde 1953, nach Plänen auf dem Reißbrett, erbaut. Gleichzeitig wurde eine der größten Papierfabriken Australasiens errichtet.
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